In Tipps & Tricks, Training

Die Winterrunde in Deutschland fordert von uns Spieler höchste Flexibilität. Wir müssen mit äußeren Begebenheiten klarkommen, die wir nicht direkt beeinflussen können. Alleine die Bodenbelag-Vielfalt in den deutschen Tennishallen ist haarsträubend. Es gibt Teppich, Deco Turf, Rebound Ace, Granulat, Proclay, Kunstrasen, Plexicushion. Von den verschiedenen Farben ganz zu schweigen.

Draußen auf Sand sieht es nicht besser aus, Wind, Hitze, Kälte und lautes Publikum können uns total entmutigen.

Lassen wir die äußeren Umstände unsere Gedanken negativ beeinflussen, ist das Match so gut wie verloren. Bei jedem Fehler, haben wir eine Rechtfertigung: z. B. bei diesem Wind kann ich den Ball einfach nicht im Sweet Spot treffen.

Dabei vergessen wir, dass unser Gegner vor den gleichen Widrigkeiten steht. Wir haben beide die selbe Ausgangssituation, die wir aktiv nicht beeinflussen können. Was wir aber steuern können ist die eigene mentale Einstellung. Berücksichtige dabei folgende Punkte:
  1. Mache Dir immer möglichst früh ein Bild von den äußeren Umständen vor Ort. Zum Beispiel kannst Du vorab die Tennishalle bei Google suchen und herausfinden auf welchen Belag Du spielen wirst. Du findest auch Fotos von der Halle, auf denen Du die Farbe des Belags sehen kannst.
  2. Lege Dir einen oder mehrere Pläne zurecht. Am besten berücksichtigst Du die äußeren Umstände mit. Zum Beispiel solltest Du die Teppich-Halle mit einem grünem Tennisplatz als Deinen „Helfer“ ansehen. Durch den grünen Untergrund ist der gelbe Ball bei schnellen Ralleys schwer zu sehen.
  3. Checke den Wetterbericht für den Spieltag. Wird es feucht und kalt werden, kannst Du Dich darauf einstellen und freuen. Die Feuchtigkeit wird die Bälle durchdringen und sie mit nassem Sand überziehen. Dadurch werden die Bälle schwer und langsam, perfekt für Deine Stopbälle und Deinen Slice.
  4. Denk immer dran, dass Dein Gegner exakt die gleichen Bedingungen auf dem Platz geniesst. Stürze Dich nicht in Ausreden und suche nicht die Schuld bei den unbeeinflußbaren Faktoren. Überlasse das lieber Deinem Gegner.

Photo by William DeHoogh on Unsplash

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