In Allgemein
Bälle intuitiv über das Netz spielen ist für uns Tennisspieler scheinbar eine gängige Methode ein Match zu bestreiten.

Die Wahrscheinlichkeiten beim Tennis vorherzubestimmen ist keine einfache Aufgabe. Bloß weil sich eine Entscheidung richtig anfühlt, muss sie nicht statistisch die beste sein. Diese Illusion ist besonders hartnäckig wenn der Gegner mit seiner Vorhand einen Crossball auf unsere Vorhand spielt und uns zwingt weit hinauszugehen. Dabei öffnet er seine Rückhand-Hälfte, und die meisten von uns versuchen einen starken Vorhand-Winner longline zu spielen. Es fühlt sich einfach und logisch an diesen Ball zu spielen.

Ist es leider nicht. 

Rennen wir im rechten Winkel zum Ball ist das eine schlechte Ausgangsposition für den Winner. Die Fehlerquote steigt auf über 80 %. Trotzdem versuchen wir immer wieder diesen Schlag in der Hoffnung den direkten Punkt zu erzielen. Wir sind schlechte intuitive Statistiker. Laut Nobelpreisträger Daniel Kahnemann, führen uns Intuitionen nicht nur beim Tennis in die Irre. Die Gesetze der Statistik sind oft kontraintuitiv, deshalb tappen wir wiederholt in die Denkfalle und entscheiden in komplexen Situation falsch.

Bestimmen intuitive Entscheidungen unser Spiel, verlieren wir gegen gleichwertige oder sogar schlechtere Gegner. Bei der Analyse des Matches suchen wir unnötig die Erklärung unserer Niederlage in technischen Details. In Wahrheit haben wir uns zu risikoreichen Aktionen verleiten lassen.

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